Wir befinden uns an der Schnittstelle zwischen Asylbewegung in der Schweiz, transnationalen Netzwerken für Bewegungsfreiheit und Grundrechte sowie institutioneller Politik. Wir verfolgen und sammeln die Vorgänge in der Bewegung und versuchen durch Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Akteur*innen den Widerstand gegen die europäische Abschottung zu stärken und sichtbar zu machen.
Unter dem Motto «Zwischen uns keine Grenzen» machen wir heute auf Grenzen aufmerksam, die wir als geflüchtete Frauen erleben. Grenzen, die patriarchale und diskriminierende Systeme schaffen. Wir sind Frauen und wir sind geflüchtet. Diese Erfahrungen lassen sich nicht voneinander trennen.
Geflüchtete sind vor allem eines: Menschen. Es spielt keine Rolle, aus welchem Land sie kommen, welche Sprache sie sprechen oder welche Farbe ihre Augen oder Haare haben. Geflüchtete sind Menschen, die Schutz brauchen – so wie die Menschen aus Syrien ihn vor zehn Jahren brauchten und die Menschen aus der Ukraine vor vier Jahren.