Unsere Gesellschaft ist geprägt von strukturellem und alltäglichem Rassismus – in den Städten, auf dem Land, in den Camps. Bis aufs Mittelmeer und darüber hinaus. Antirassismus ist inhärenter Bestandteil von Migrationskämpfen, wird aber trotzdem oft nicht mitgedacht - das wollen wir ändern, insbesondere vor dem Hintergrund, dass die meisten SOSF-Aktiven weder Migrationsgeschichte haben noch von rassistischer Diskriminierung betroffen sind.
Unter dem Motto «Zwischen uns keine Grenzen» machen wir heute auf Grenzen aufmerksam, die wir als geflüchtete Frauen erleben. Grenzen, die patriarchale und diskriminierende Systeme schaffen. Wir sind Frauen und wir sind geflüchtet. Diese Erfahrungen lassen sich nicht voneinander trennen.
Geflüchtete sind vor allem eines: Menschen. Es spielt keine Rolle, aus welchem Land sie kommen, welche Sprache sie sprechen oder welche Farbe ihre Augen oder Haare haben. Geflüchtete sind Menschen, die Schutz brauchen – so wie die Menschen aus Syrien ihn vor zehn Jahren brauchten und die Menschen aus der Ukraine vor vier Jahren.